Für PV-Anlagenbesitzer greift eine einfache Logik: Weniger Netzbezug durch Eigenverbrauch bedeutet niedrigere Stromkosten und damit mehr Unabhängigkeit vom Strommarkt. Doch genau dieses Prinzip stellt die Bundesnetzagentur infrage.
|
30.04.2026 07:30 Uhr |

Für PV-Anlagenbesitzer greift eine einfache Logik: Weniger Netzbezug durch Eigenverbrauch bedeutet niedrigere Stromkosten und damit mehr Unabhängigkeit vom Strommarkt. Doch genau dieses Prinzip stellt die Bundesnetzagentur infrage.
Sie arbeitet daran, die Netzentgelte neu zu gestalten. Die zahlt man dafür, dass man das öffentliche Stromnetz nutzt – und zwar pro verbrauchte Kilowattstunde. PV-Anlagenbesitzer beteiligen sich aufgrund ihres Eigenverbrauchs weniger stark an den Kosten des Netzerhalts, so die BNetzA-Argumentation. Die Behörde lotet daher aus, wie man Solar-Haushalte stärker in die Pflicht nehmen kann – etwa durch höhere Grundpreise beim Netzentgelt oder kapazitätsbasierte Entgelte.
Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, was bislang geplant ist, wie der zeitliche Rahmen für die Reform ist und wie Verbraucherschützer und Marktakteure diese Pläne beurteilen. Außerdem schauen wir darauf, was weitere Pläne etwa rund um das Netzpaket finanziell für PV-Anlagenbetreiber bedeuten könnten.